Hörgeräte vom Brillenmacher –
klar hören, aktiv leben
Wieder besser hören, verstehen und am Leben teilnehmen – mit modernen Hörgeräten vom Brillenmacher wird genau das möglich. Ob leises Gespräch im Café, Telefonate mit Familie oder Musikgenuss: Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Hörlösungen, die sich perfekt Ihrem Alltag anpassen. Auf unserer Hörgeräte-Seite erfahren Sie alles über die unterschiedlichen Hörsysteme, wie sie funktionieren und wie wir Sie mit individueller Beratung, Hörtest und professioneller Anpassung begleiten. Dank unserer langjährigen Erfahrung im Bereich Seh- und Hörakustik finden Sie bei uns Hörgeräte aller Leistungs- und Preisklassen, die sowohl technisch überzeugen als auch angenehm zu tragen sind – egal ob Hinter-dem-Ohr-System (HdO), Im-Ohr-Hörgerät (IdO) oder Receiver-in-Canal-Lösungen. Steigern Sie Ihre Lebensqualität, sichern Sie sich Ihr persönliches Hörprofil und genießen Sie wieder den Klang Ihrer Umwelt – verständlich, klar und rundum gut betreut.
Die Grafik zeigt, welche Lautstärke (leise bis laut) und Töne bzw. Frequenzen (tief bis hoch) das gesunde Gehör wahrnimmt. Das graublaue Feld zeigt die Verteilung der Vokale und Konsonanten in der Sprache. (Quelle: biha)
Hören ist nicht gleich Verstehen
Der Mensch hört viele verschiedene Töne. Oft fehlt bei einer Schwerhörigkeit ein Teil der Töne und sehr häufig sind es die hohen Töne, die nicht mehr gut gehört werden. Ein Satz besteht aus verschiedenen Wörtern, ein Wort aus verschiedenen Buchstaben und ein Buchstabe besteht, vereinfacht ausgedrückt, aus verschiedenen Tönen. Hört man also z.B. die hohen Töne nicht gut, kommt es zu „Buchstaben-Lücken“ im Wort.
Das hört sich oft so an, als wenn die Gesprächspartner „nuscheln“. Das kann dann ungefähr so aussehen.:
Normales Gehör:
SCHOKOLADE
Fehlende hohe Töne:
_ __O_OLADE
So klagen viele hörgeminderte Personen darüber, dass Sie zwar alles hören, aber nicht alles verstehen.
Dies ist besonders in lauten Situationen oder Gesprächen mit mehreren Personen ein spürbares Problem. Beim Fernsehen versteht man oft die Nachrichten aber nicht die Filme mit Hintergrundmusik.
Wie funktioniert das Ohr
Das Ohr besteht aus dem äußeren Ohr, dem Mittelohr und dem Innenohr. Es beherbergt zwei wichtige Sinnesorgane des Menschen: das Hörorgan und das Gleichgewichtsorgan. Wir nehmen täglich eine Vielzahl an unterschiedlichen akustischen Signalen wahr. Durch ein Geräusch gerät die Luft in Schwingungen und löst Schallwellen aus, die von der Ohrmuschel eingefangen und über den Gehörgang zum Trommelfell weitergeleitet werden. Das Trommelfell beginnt zu schwingen. Hinter dem Trommelfell liegen drei winzige Gehörknöchelchen: Hammer, Amboss und Steigbügel. Diese sind wie eine Kette verbunden. Die Gehörknöchelchen verstärken das Signal und leiten es ans Innenohr weiter. Im Innenohr befindet sich die Hörschnecke (Cochlea), die mit Flüssigkeit gefüllt ist. In dieser Schnecke befinden sich kleine Härchen; trifft das Signal auf diese Haarsinneszellen, bewegen sie sich. Das Signal wird über den Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet. Eine Schädigung oder das Fehlen dieser Sinneszellen ist die häufigste Ursache für einen Hörverlust. Nur wenn die Weiterleitung durch die einzelnen Stationen einwandfrei funktioniert, wird aus schwingender Luft letztendlich ein warnendes Geräusch, angenehme Musik oder ein verständlicher Satz.
Warum man bei Hörverlust nicht warten sollte
Hörverlust ist ein schleichender Dieb der Lebensqualität – und wer zu lange wartet, riskiert bleibende Schäden.
Viele Menschen schieben die ersten Anzeichen einer Hörminderung auf die lange Bank. Doch Fachleute warnen: Je früher eine Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen, das Hörvermögen zu erhalten. Wartet man zu lange, „verlernt“ das Gehirn, akustische Informationen richtig zu verarbeiten – das sogenannte Hören muss dann mühsam neu trainiert werden.
Unbehandelte Hörverluste führen nicht nur zu sozialer Isolation und Missverständnissen im Alltag, sondern erhöhen auch das Risiko für Depressionen und Demenz. Besonders im Beruf – etwa als Uhrmacher, der auf feine Geräusche angewiesen ist – kann eine Hörminderung gravierende Folgen haben.
Schon bei leichten Hörproblemen sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden. Moderne Hörgeräte und Therapien helfen, das Sprachverstehen und die Lebensqualität zu erhalten. Wer früh handelt, hat es leichter – und bleibt am Puls des Lebens.
Positive Wirkung der Hörgeräte auf…
Hörgeräte-Nutzer schlafen besser. Im Vergleich zu Menschen mit unversorgtem Hörverlust sind sie darum abends körperlich und mental auch weniger erschöpft. Diesen und weitere spannende Fakten hat EHIMA – der europäische Verband der Hörgerätehersteller – in einer umfassenden Studie zusammengetragen.
EHIMA befragt seit 2009 im Rahmen von EuroTrak regelmässig Menschen mit Hörverlust und Hörgeräteträger. Über die letzten Jahre nahmen gesamthaft über 175.000 Menschen an den Befragungen teil. Die EuroTrak-Studie zeigt über den Zeitraum von 2009 bis 2018 viele spannende und teils überraschende Trends zum Umgang mit Hörverlust und Hörgeräten auf. Die Akzeptanz von Hörgeräten ist in den rund zehn Jahren stark gestiegen. 2009 gaben noch 56 Prozent der Befragten an, dass sie sich schämen würden, ein Hörgerät zu tragen. 2018 waren das nur noch 30 Prozent. Zudem finden heute fast 80 Prozent das Design ihres Hörgeräts attraktiv, 2009 waren das noch weniger als die Hälfte. Ein Fakt, der zum Nachdenken anregt: Laut EuroTrak beeinflusst das Tragen von Hörgeräten das Gehalt. So fühlen sich 37 Prozent der Befragten mit unversorgtem Hörverlust schlechter als ihre Kollegen bezahlt. Bei den Hörgeräteträgern findet das nur jeder fünfte.
Demenz: Wenn das Gedächtnis nachlässt – und wie Hörgeräte helfen können
Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung, die das Gedächtnis, das Denkvermögen und die Alltagskompetenz beeinträchtigt. In Deutschland sind rund 1,8 Millionen Menschen betroffen, mit steigender Tendenz. Besonders im Alter steigt das Risiko, an Demenz zu erkranken – und auch das Gehör lässt oft nach.
Neueste Studien zeigen: Hörverlust ist ein bedeutender Risikofaktor für Demenz. Menschen mit unbehandelter Schwerhörigkeit haben ein um 42 Prozent erhöhtes Risiko, an Demenz zu erkranken. Wer jedoch ein Hörgerät nutzt, hat das gleiche Risiko wie Menschen mit normalem Gehör.
Hörgeräte können also nicht nur das Hören verbessern, sondern auch das Gehirn entlasten und die soziale Teilhabe fördern. Das schützt vor geistigem Abbau und sozialer Isolation – zwei Faktoren, die eine Demenz begünstigen können. Moderne Hörhilfen sind heute diskret und leistungsstark und können einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und zur Vorbeugung von Demenz leisten.
Investieren Sie jetzt mit gutem Hören in Ihre Gesundheit!
Studien zeigen: Eine unversorgte Hörminderung kann das Demenzrisiko erhöhen.
Moderne Hörgerätetypen im Überblick
Hier finden Sie die 3 Grundtypen von Hörgeräten. Jeder Hörgerätetyp hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Auf den nächsten Seiten zeigen wir Ihnen diverse Eingenschaften der unterschiedlichen Hörgeräte-Typen die Ihnen einen ersten Überblick verschaffen sollen. Während der Beratungs- und Ausprobe-Phase sind wir dann persönlich mit Rat und Tat für Sie da um das perfekte Hörsystem anzupassen.
Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte
- Lautsprecher & Mikrofone befinden sich im Gehäuse
- Schall wird mit Hilfe eines Schallschlauches an den Gehörgang weitergeleitet
+ Vorteile
+ sehr einfache Handhabung
+ sehr einfache Pflege
+ sehr einfache Bedienung
+ für jede Art von Schwerhörigkeit geeignet
+ ausreichend Platz für leistungsstarke Batterien & Akkus
+ bei einigen modernen HdO-Hörgeräten ist die Steuerung über Smartphone (APP) möglich
– Nachteile
– für Brillenträger auf Grund des Schallschlauches eher weniger geeignet
– von außen sichtbar
– je nach Ohrform kann es zu Druckstellen kommen (ähnlich wie bei einer Brille)
Im-Ohr-Hörgeräte (AKKU)
-
Lautsprecher & Mikrofone direkt in einem kleinen kompakten Gehäuse im Ohr
-
Eine diskrete Lösung für leichte & mittlere und sogar stärkere Hörprobleme
+ Vorteile
+ fast unsichtbar
+ kann individuell an Ihr Ohr angepasst werden
+ bequemes Laden an der Ladestation
+ angenehm zu tragen
+ sehr gutes Hörerlebnis
+ sehr gutes räumliches Hören
+ perfekt für Brillenträger geeignet
+ lässt sich sehr einfach einsetzen
+ Im Ohr Manufaktur: Durch unseren Ohrabdruck und mit Hilfe eines digitalen 3D Drucks wird das Hörgerät individuell an Ihren Gehörgang angepasst werden.
– Nachteile
– Etwas größer als batteriebetriebene Im-Ohr-Hörsysteme
– für starken Hörverlust nur unzureichend geeignet
Receiver-in-Canal-Hörgeräte (RIC)
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Lautsprecher befindet sich im Gehörgang, Mikrofone im Gehäuse
-
Schall gelangt somit direkter an das Trommelfell als bei HdO Geräten mit Schlauch
+ Vorteile
+ sehr einfache Handhabung
+ sehr einfache Pflege
+ sehr einfache Bedienung
+ für jede Art von Schwerhörigkeit geeignet
+ ausreichend Platz für leistungsstarke Batterien & Akkus
+ bei einigen modernen RIC-Hörgeräten ist die Steuerung über Smartphone (APP) möglich
+ natürlicheres Hörerlebnis als bei normalen HdO Geräten mit Schallschlauch
+ sehr unauffällige Bauform (nahezu unsichtbar)
+ dünner und kleiner als klassische HdO Geräte
+ auch für Brillenträger geeignet
– Nachteile
– das feine Kabel, welches vom Gerät hinter dem Ohr zum Lautsprecher führt, kann (alterungsbedingt oder durch Gewalteinwirkung) brechen
Batterie oder Akku, was passt zu mir?
Beide Hörgerätetypen haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick!
Batterie:
+ Vorteile
+ Mehrere Tage ohne Laden einsetzbar dank Batterielaufzeit.
+ Flexibel einsetzbar da nicht an Ladestation gebunden.
+ Batterien können aufgrund Ihrer kleinen Größe überall mitgeführt werden.
+ Auch bei schwerer Beeinträchtigung des Gehörs geeignet.
– Nachteile
– Besonders Personen, die mit dem Umgang kleiner Gegenstände Probleme haben (z.B. bei Problemen mit der Sehkraft oder der Feinmotorik), raten wir von Batteriebetriebenen Hörgeräten ab.
– die kleinen Batterien müssen häufiger gewechselt werden
– Batterien sind nicht umweltfreundlich.
Akku:
+ Vorteile
+ Lange Laufzeit durch starke Akkus.
+ Kein Batteriewechsel nötig
+ Problemloses Laden an Steckdosen oder Powerbanks möglich.
+ weniger Umweltverschmutzung.
– Nachteile
– Im-Ohr-Hörsysteme sind auf Grund des Akkus etwas größer als batteriebetriebene Varianten.
– Bei schwerer Beeinträchtigung des Gehörs sind akkubetriebene Hörgeräte in der Regel eher ungeeignet
Was kostet eigentlich ein Hörgerät und wo liegen die Unterschiede?
Grundsätzlich werden von den Krankenkassen die ärztlich verordneten Hörhilfen, Tests, Anpassungen sowie die Wartung und Reparatur übernommen. Die Voraussetzung, dass der Anspruch geltend gemacht werden kann, ist die Notwendigkeit aus medizinischer Sicht. Sollten die persönlichen Ansprüche (z.B. Bluetooth, Akku u.s.w.) an ein Hörsystem allerdings höher sein, können Eigenanteile entstehen, die variieren. Hier gibt es eine breite Preisspanne. Wir erstellen gerne mit Ihnen ein individuelles Hörprofil und benutzen spezielle Analysegeräte, um Ihnen eine bedarfsgerechte Versorgung zu empfehlen. Seien Sie hier bitte unbesorgt, denn SIE entscheiden, welches Hörsystem Sie in den nächsten Jahren begleitet. Damit Sie einen Überblick erhalten, was welche Klasse zu leisten vermag, stellen wir Ihnen gerne hier eine Übersicht zur Verfügung. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen haben!
Unser Rundum-Sorglos-Paket:
Das Rundum-Sorglos-Paket für Ihr Hörgerät können Sie ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse anpassen – Sie entscheiden sich zwischen Bronze, Silber oder Gold, je nachdem, welche Leistungen Ihnen wichtig sind.
Gute Pflege zahlt sich aus!
Ein Hörsystem schenkt Ihnen eine ganz neue Lebensqualität. Sie können wieder aktiv an Gesprächen teilnehmen, nehmen
Ihre Umwelt wieder viel deutlicher wahr, und auch Ihre Mitmenschen werden Ihr Hörsystem zu schätzen wissen. Damit Ihnen die Freude am neuen Hören lange erhalten bleibt, haben wir für Sie einige Pflege-Tipps zusammengestellt. Sie finden hier eine Menge nützlicher Tipps, die Ihnen helfen, Ihr hochwertiges Hörsystem optimal zu reinigen und zu pflegen. Denn Reinigung und Pflege müssen sein. Lange Lebensdauer: Die Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Wartung Ihrer hochwertigen Hörsysteme durch uns vor Ort.Wir beraten Sie umfassend und passen Ihre Hörsysteme optimal an. Die richtige Pflege: Mit speziellen Pflegeprodukten, die extra für Hörsysteme entwickelt wurden, können Sie die Funktionsfähigkeit und die Lebensdauer Ihrer Hörsysteme deutlich erhöhen. Pflege, die sich schnell bezahlt macht.
Einfache Anleitung zum Cerumenfilter austauschen
Ihr Hörsystem ist mit einem Cerumenschutzfilter ausgestattet, der den Lautsprecher vor Ohrenschmalz (Cerumen) schützt. Überprüfen Sie den Cerumenschutzfilter regelmäßig und tauschen Sie ihn aus, wenn er verunreinigt aussieht oder wenn Sie bemerken, dass die Lautstärke oder die Klangqualität des Hörsystems nachgelassen hat.
Der Ablauf Ihrer Hörgeräte-Versorgung
Schritt 1:
Beratung
Bei diesem Termin ermitteln wir Ihre akustischen Kenndaten, führen ein medizinisches Vorgespräch durch und erstellen Ihr individuelles Hörprofil. Gegebenenfalls helfen uns spezielle Analysegeräte dabei, Ihren akustischen Bedarf objektiv zu ermitteln. Aufgrund dieser Daten beraten wir Sie ausführlich, sprechen eine Empfehlung aus und erstellen Ihnen ein Angebot. Das ausgewählte Hörsystem dürfen Sie dann in gewohnter Umgebung testen.
Schritt 2:
Anpassung
Ihre ausgewählten Hörsysteme werden mit Hilfe von modernster Technologie vom Fachpersonal auf Grundlage Ihrer akustischen Kenndaten eingestellt und entsprechend Ihren persönlichen Bedürfnissen angepasst. Wir berücksichtigen hier selbstverständlich Ihre eigene Wahrnehmung der neuen Klangeindrücke. Am Ende des Termins erklären wir Ihnen die Pflege und die Handhabung der Hörsysteme.
Schritt 3:
Feinanpassung
Hier haben Sie bereits Erfahrungen mit Ihren Hörsystemen gesammelt. Gemeinsam mit Ihnen kümmern wir uns um den akustischen Feinschliff auf Grundlage Ihrer persönlichen Erfahrungen. Wenn Sie zufrieden sind, finden im Anschluss die Erfolgsmessungen statt, die von den Krankenkassen benötigt werden.
Schritt 4:
Abschluss
Vielleicht haben Sie noch Fragen oder Wünsche rund um Ihre Hörsystemversorgung? Bei diesem Termin haben wir die Zeit, uns um all dies zu kümmern. Ganz speziell gehen wir noch mal auf das Thema Pflege und Bedienung Ihrer neuen Hörsysteme ein. Wenn alle Fragen geklärt sind, händigen wir Ihnen die Abschlussunterlagen aus. Herzlichen Glückwunsch, Sie sind jetzt Besitzer eines neuen Hörsystems!